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Ratsentscheidung zur Erinnerung an das KZ Laagberg auf August verschoben

23. Juni 2017

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IMG_7503Die Entscheidung des Rates der Stadt Wolfsburg, wie mit den Fundamentfunden des Außenlagers des KZ Neuengamme, KZ Laagberg, verfahren wird und in welcher Weise an das Außenlager erinnert werden soll, ist überraschend auf eine Sondersitzung im August verschoben worden. Kurz vor der Entscheidung des Wolfsburger Rates hatten sich mit dem “Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V.” und dem “Netzwerk Lagergemeinschaften” zwei bedeutende Organisationen der Verfolgten in einem Brief an OB Mohrs und die Ratsfraktionen für den Verbleib der KZ-Fundamente am traumatischen historischen Ort ausgesprochen – siehe unsere Meldung vom 20. Juni. Die VVN-BdA Wolfsburg begrüßt es, dass nun ganz im Sinne der Intervention der Verfolgten-Organisationen mehr Zeit gewonnen wurde, um über den würdigen Umgang mit den Relikten aus der Vergangenheit Wolfsburgs nach zu denken. IMG_7508Wir erwarten jetzt, dass in Zukunft kontinuierlich sowohl interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geboten wird ihre Ideen und Vorschläge für Lage und Konzeption der Erinnerungs- und Bildungsstätte einzubringen, als auch, dass bei Bedarf externe BeraterInnen hinzugezogen werden. Das Integrationsreferat hatte 2010 ein hervorragendes Beispiel für ernst gemeinte Bürgerbeteiligung realisiert.

Verfolgten-Organisationen für Verbleib der KZ-Fundamente am Originalplatz

20. Juni 2017

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Lib.-Jüd. Gemeinde und Gleichgesinnte am Gedenkort

Kurz vor der Entscheidung des Wolfsburger Rates, in welcher Weise an das Außenlager Laagberg des KZ Neuengamme erinnert werden soll, haben sich mit dem “Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland” und dem “Netzwerk Lagergemeinschaften” zwei bedeutende Organisationen der Verfolgten in einem Brief an OB Mohrs und die Ratsfraktionen für den Verbleib der KZ-Fundamente am Originalplatz ausgesprochen. Beide Organisationen sind einverstanden, dass wir den Brief veröffentlichen.

Die Schreiben im Original findet ihr hier: “>>”

Forderung LAGs zu Fundamentfunden

AK Brief Wolfsburg KZ Laagberg_Juni 2017

Prof. Bernbeck (Berlin) für Verbleib der KZ-Fundamente am originalen Platz

14. Juni 2017

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IMG_7205Am 21. Juni entscheidet der Rat darüber, in welcher Weise an das Außenlager Laagberg des KZ Neuengamme erinnert werden soll. Bei Bauarbeiten waren Anfang April die relativ gut erhaltenen Fundamente einer von vier KZ-Baracken freigelegt worden. Einig sind sich inzwischen alle demokratischen Ratsfraktionen, dass das lange verdrängte KZ durch eine Erinnerungs- und Gedenkstätte ins Stadtgedächtnis zurück geholt werden soll. Strittig ist, ob die Originalfundamente am authentischen Ort verbleiben und dort in ein Gesamtkonzept integriert werden oder ob sie abgetragen, auf das Wiesenstück neben dem Lidl-Markt verlagert und, museal aufbereitet, in der dort zu errichtenden Gedenkstätte gezeigt werden sollen.
Blieben die Fundamente am Originalplatz erhalten, müsste die Neuland ihre Baupläne verändern. Durch die Verlagerung wäre der Bau des Einkaufszentrums wesentlich weniger beeinträchtigt. Nach mehreren Diskussionsbeiträgen in Presse, Rundfunk und Fernsehen hat sich nun auch der renommierte Professor für Moderne Archäologie, Reinhard Bernbeck, in einem Brief an die Ratsfraktionen zu Wort gemeldet. Mit seiner Erlaubnis veröffentlichen wir diesen Brief (hier).
Wir hoffen, dass diese eindrückliche Stellungnahme von den Ratsfraktionen bei ihrer Entscheidung berücksichtigt wird. Außerdem erwartet die VVN-BdA, dass der Ratsbeschluss interessierten Bürgerinnen und Bürgern frühzeitig die Möglichkeit bietet, ihre Ideen und Vorschläge für Lage und Konzeption der Erinnerungs- und Bildungsstätte einzubringen.

Brief von Prof.Bernbeck als PDF

Ehemaliges KZ am Laagberg: Erinnerungsstätte geplant

13. Mai 2017

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unnamedIn Wolfsburg, im Faschismus „Stadt des KdF-Wagens“, sind seit Anfang April die Fundamente einer Baracke des KZ Laagberg frei gelegt worden. Am Standort des ehemaligen Außenlagers des KZ Neuengamme sollen demnächst ein Supermarkt und Wohnungen gebaut werden. Nachdem die Funde zuerst lediglich dokumentiert und abgetragen werden sollten, ist nun aktuellen Presseberichten (SAT1) zufolge eine Erinnerungs- und Bildungsstätte geplant. Auch der NDR berichtete (NDR). „Wir wollen für die nachfolgenden Generationen einen Ort der Erinnerung schaffen“  wird OB Mohrs zitiert (WN vom 10.5.). Zu dieser erfreulichen Entwicklung hat sicherlich der aufrüttelnde, offene Brief der “Amicale Internationale KZ  Neuengamme“ entscheidend beigetragen, den wir mit Einverständnis der Amicale zitieren durften – siehe unsere Meldung vom 16. April.

Zwar soll weiterhin an der jetzigen Fundstelle der Fundamente die Tiefgarage des Einkaufszentrums gebaut werden. Die Fundamente sollen dafür auf einen anderen Teil des Areals an der Breslauer Straße versetzt werden, wahrscheinlich in die Nähe der bereits existierenden Stele. Dort hatte die VVN-BdA Wolfsburg bereits im letzten September an den Todesmarsch der Häftlinge vom KZ Laagberg in das Sterbelager Wöbbelin erinnert und eine würdige Gedenkstätte gefordert – siehe unsere Meldung vom 23. September 2016.
Wo genau die Gedenkstätte mit den Fundamenten entstehen soll, stehe noch nicht endgültig fest. Das werde die Politik in einem Ratsbeschluss im Juni festlegen. Außerdem will die Stadt die Gedenkstätte Konzentrationslager Neuengamme mit ins Boot holen (WAZ vom 10.5.17).

Die VVN-BdA Wolfsburg ist über die geplante Errichtung dieser Erinnerungs- und Bildungsstätte sehr erfreut, auch wenn die Errichtung unter Einbeziehung der Originalfundamente am authentischen Ort das Optimale wäre. Die VVN-BdA hofft nun, dass interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, ihre Ideen und Vorschläge für Lage und Konzeption der Erinnerungs- und Bildungsstätte einzubringen.

8.Mai – Tag der Befreiung vom Faschismus 2017

2. Mai 2017

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Auch in diesem Jahr laden wir zu den Gedenk- veranstaltungen am 8.Mai herzlich ein. Leider ist in Deutschland der 8.Mai noch kein arbeitsfreier, offizieller Feiertag wie z.B. in Frankreich. Demokratische, antifaschistische BürgerInnen kommen um 17.00h zur Gedenkstätte Werderstraße. Auf dem Flyer Flyer WOBbefinden sich Informationen zu weiteren Veranstaltungen.

Gedenkfeier auf dem Sowjetischen Kriegsgefangenenfriedhof Hörsten

26. April 2017

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IMG_6764Am 23. April hatte die VVN-BdA Niedersachsen zur Gedenkveranstaltung anlässlich des 72.Jahrestages der Befreiung der sowjetischen Kriegsgefangenen auf den Friedhof Hörsten, nahe dem KZ Bergen-Belsen, eingeladen. Unter den gut 30 Besuchern konnte die Landessprecherin Mechthild Hartung auch den Botschaftsrat Alexander Levanowitsch als Vertreter der Republik Belarus begrüßen. Sie erinnerte in ihren einführenden Worten an das schreckliche Schicksal der etwa 20.000 Soldaten der Roten Armee, die in dem von der Wehrmacht nur völlig unzureichend versorgten Lager vor allem im ersten Kriegswinter nach dem Überfall auf die SU massenhaft umgekommen sind. Obwohl dieser Friedhof – gemessen an der Zahl der Toten – die größte Anlage in der BRD ist, war er im Kalten Krieg einem systematischen Vergessen anheim gegeben. Nur die VVN-BdA hat das in dieser Zeit durch regelmäßige Gedenkfeiern verhindert. Erst in den letzten Jahren wird auch von Seiten der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten und dem Land Niedersachsen am Befreiungstag des KZ Bergen-Belsen an diese Opfer der Roten Armee erinnert. Deswegen dankte Botschaftsrat Levanowitsch auch ausdrücklich der VVN-BdA und den Anwesenden für diese und frühere Gedenkfeiern. Sein Land, das ein Drittel seiner Bevölkerung durch den Überfall der Nazi-Wehrmacht verloren hat, kennt die Schrecken des Faschismus und reiche allen Menschen die Hand, die gemeinsam für Frieden und Antifaschismus eintreten wollen.
Als Hauptrednerin betonte Vera Hilbich, eine junge Mitarbeiterin der WABE, einem Bündnis für Demokratie und Zivilcourage aus Verden, die Bedeutung der antifaschistischen Arbeit unter jungen Menschen gerade in diesem ländlichen Raum. Hier fühlten sich junge AntifaschistInnen nicht selten von den offiziellen Stellen alleine gelassen, manchmal sogar eher behindert und schlimmstenfalls kriminalisiert. Für diese Ermutigung der jungen AntifaschistInnen hätten gerade auch solche Erinnerungsveranstaltungen an die Verbrechen der Nazis in der eigenen Region große Bedeutung. Denn obwohl auf fast allen Bauernhöfen in der Nazizeit ZwangsarbeiterInnen schuften mussten, wird auch heute noch dieses Unrecht nicht selten geleugnet oder beschönigt. Vera hat uns ihre Rede zur Verfügung gestellt, die man hier lesen kann. Rede Hörsten 23.4.2017
Die Wichtigkeit der antifaschistischen Bildungsarbeit unter jungen GewerkschafterInnen betonte auch Ruben Eick, der als DGB-Jugendsekretär Nds-Bremen-Sachsen-Anhalt für den Mitveranstalter DGB Niedersachsen-Nordost sprach. Denn leider machten Nationalismus und Standortdenken auch vor den KollegInnen in den Betrieben nicht halt. Deswegen sei eine Zusammenarbeit aller antifaschistischen und demokratischen Kräfte notwendiger denn je.
IMG_6750Ein aktuelles Beispiel für antifaschistische Aktionen präsentierten abschließend drei junge Teilnehmerinnen des Internationalen Jugend-Workcamps Bergen-Belsen, das vor Ostern stattgefunden hatte. Mit ihrem Transparent (siehe Bild) hatten sie zusammen mit ca 100 TeilnehmerInnen gegen das Treffen der “Ludendorffer”, einem reaktionären und rassistischen Verein, am Karfreitag in Dorfmark demonstriert.
Musikalisch wurde die Gedenkfeier erneut von der Hannoveraner Songgruppe “Agitprop” gestaltet, die mit antifaschistischen, z.T. auf Russisch gesungenen Liedern, der gelungenen Veranstaltung einen würdigen und bewegenden Rahmen gaben.

Brief an die Stadt Wolfsburg

16. April 2017

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UnbenanntNachdem die VVN-BdA e.V. die “Amicale Internationale KZ Neuengamme“ über die Freilegung der KZ-Barackenfundamente informiert hatte, reagierte diese Internationale Verfolgtenorganisation mit einem aufrüttelnden Brief an Herrn Oberbürgermeister Mohrs, der gleichzeitig an die VVN-BdA, die lokalen Zeitungen sowie an das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation u.a. gesendet wurde.
Wir freuen uns die Erlaubnis erhalten zu haben diesen Brief hier zu wörtlich zu veröffentlichen:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

ich wende mich an Sie als Präsident des Internationalen Verbandes der Überlebenden des KZ Neuengamme und ihrer Angehörigen. Die Amicale Internationale KZ Neuengamme ist vor wenigen Tagen über die aktuellen Bauarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen KZ-Außenlagers Fallersleben-Laagberg informiert worden.

…weiterlesen >>>Brief AIN_Barackenfund_KZ L_

Fundamente von KZ-Baracken in Wolfsburg frei gelegt.

10. April 2017

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170331 Mo (2)In Wolfsburg, im Faschismus „Stadt des KdF-Wagens“, werden seit Anfang April die Fundamente einer Baracke des KZ Laagberg frei gelegt. Am Standort des ehemaligen Außenlagers des KZ Neuengamme soll demnächst ein Supermarkt gebaut werden! Die Funde sollen lediglich dokumentiert und wieder zugeschüttet werden.

Die Idealvorstellung, z.B. die baulichen Reste mit einer Glasplatte sichtbar zu erhalten und für Jugendliche als authentisches Anschauungsobjekt zu nutzen – vielleicht kombiniert mit einem Dokumentationshaus auf der großen Fläche, mit Schülerarbeitsplätzen, Literatur zur Stadtgeschichte und Internetanschluss ist weit von dem entfernt, was öffentliche und politische Zustimmung finden würde.
So sind wir froh, dass ein zusammen mit der VVN Wolfsburg vorbereiteter und von der PDL in den Ortsrat eingebrachter Antrag auf eine sichtbare Form der Erinnerung an das Leid der KZ-Häftlinge am authentischen Ort des Verbrechens positive Reaktionen erfährt.

Wir haben bereits in 2016 durch eine vorübergehend aufgestellte Kunstinstallation, die den Todesmarsch der etwa 1600 Häftlinge thematisiert, auf das ehemalige KZ hingewiesen. Diese Installation könnte – ergänzt durch eine Texttafel – den Ort sinnhaft charakterisieren.

Besuch aus den USA bei der VVN-BdA Wolfsburg

7. April 2017

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IMG_6212_1 Mitte März hatte die VVN-BdA in Wolfsburg nicht alltäglichen Besuch: eine 12-köpfige Gruppe von Studentinnen und Studenten mit ihrem Geschichtsprofessor Thomas Pegelow Kaplan und einer Dozentin von der Appalachian State University aus Boone, North Carolina. Im Rahmen ihres Forschungsseminars zum Holocaust machten sie eine Europa-Reise, in der sie mehrere deutsche Städte und auch die ehemaligen KZs Bergen-Belsen, Buchenwald und Auschwitz besuchten. In Wolfsburg interessierte sie besonders das Thema Zwangsarbeit im Volkswagenwerk und die Erinnerungspolitik in der Stadt nach 1945, wozu sie sich im VW-Archiv kundig gemacht hatten.

Für eine abschließende abendliche Diskussionsrunde hatten sie einen Vertreter des Stadtrates, Herrn Kassel (CDU-Ortsbürgermeister von Ehmen) und die Sprecherin der örtlichen VVN-BdA, Mechthild Hartung, eingeladen. Prof. Kaplan erläuterte in seinem Eingangsbeitrag seine persönliche Beziehung zu Wolfsburg. Er war im Ortsteil Ehmen aufgewachsen und hatte als junger Mann in den 70iger Jahren die ersten Auseinandersetzungen um die örtliche „Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus“, damals noch „Russenfriedhof“, miterlebt. Die VVN war ihm als wichtige Kraft in Erinnerung. Er sei sehr erfreut gewesen, über die Homepage der VVN-KV zu erfahren, dass die VVN hier weiter aktiv sei und er sie so zu der Diskussion einladen konnte.

In der lebhaften Diskussion wurden schnell die konträren Positionen zur Erinnerungspolitik in Wolfsburg deutlich. Z.B. bei der Frage einer Studentin, ob Nazitäter durch Straßennamen geehrt werden sollten. Der CDU-Ratsvertreter stritt eine Schuld von Porsche ab und hob dessen Bedeutung für das VW-Werk und die Stadt hervor. Die VVN-Vertreterin berichtete von den langjährigen, erfolglosen Versuchen der Wolfsburger AntifaschistInnen, eine Umbenennung der Straße oder mindestens eine aussagekräftige Legende an den Straßenschildern dieses SS-Oberführers (entspricht einem Generalsrang) durchzusetzen. Ähnlich war die Diskussion, als es um die Frage der Zwangsarbeiterentschädigung oder um die Bewahrung baulicher Relikte aus der Zeit des Naziterrors ging.

Die Sympathie der jungen StudentInnen und ihres Professors für die Positionen der VVN-BdA wurden im Laufe der Diskussion immer deutlicher. Der Abend hat ihnen gezeigt, dass die Erinnerungspolitik in Deutschland weiterhin ein umkämpftes Terrain ist, auf dem die VVN-BdA ein wichtiger und notwendiger Akteur ist. Professor Kaplan sprach Mechthild Hartung am Ende der Diskussion den herzlichen Dank der Gruppe und eine Einladung an die Appalachian State University aus. Vielleicht ergibt sich daraus ja wirklich eine Zusammenarbeit?

Protest vor lettischem Konsulat

22. März 2017

Antifaschisten protestieren gegen Aufmarsch der Waffen-SS-Freunde in Riga!

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Lettische Veteranen der Waffen-SS sind am 16.3.17 erneut in Riga aufmarschiert. Unter Polizeischutz zogen rund 2000 Faschisten und Sympathisanten durch die Hauptstadt des NATO- und EU-Mitgliedslandes zum Freiheitsdenkmal. Dort legten sie wie in jedem Jahr Blumen nieder. Der auch international unterstützte Gegenprotest ist wiederum von der lettischen Polizei massiv behindert worden. Im letzten Jahr waren zahlreiche deutsche AntifaschistInnen an der lettischen Grenze in Abschiebegewahrsam genommen worden und nach einigen Tagen Haft abgeschoben worden. Die Sprecherin der VVN-BdA Cornelia Kerth war bereits in Hamburg von den deutschen Behörden am Flug nach Riga gehindert worden.
In diesem Jahr hatte deswegen die FIR (Internationale Föderation der WiderstandskämpferInnen) auch zu Protesten der europäischen AntifaschistInnen vor lettischen Botschaften aufgerufen. In Deutschland protestierten zusätzlich deutsche AntifaschistInnen vor den lettischen Honorarkonsulaten in Bremen, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt/M. und München. In Bremen demonstrierten bereits am Vormittag 20 AntifaschistInnen aus Bremen und Niedersachsen, darunter auch Wolfsburger BürgerInnen – siehe Foto. Der bremische Landesvorsitzende der VVN-BdA, Raimund Gaebelein, übergab ein Protestschreiben an Herrn Lutz Peper, den lettischen Honorarkonsul, in dem es u.a. heißt: “Da wir davon ausgehen, dass Sie wie wir eine Ehrung von Angehörigen der Waffen-SS egal in welchem Land verurteilen, möchten wir Sie in Ihrer Funktion als Honorarkonsul der Republik Lettland bitten, Ihren Einfluss und Ihre Kontakte in Lettland zu nutzen und sowohl gegen die Ehrung an sich als auch gegen die Behinderung der lettischen Antifaschisten und ihrer Gäste Stellung zu nehmen.” Das Protestschreiben nahm eine Angestellte entgegen. Der Konsul selbst ließ sich verleugnen.

Weitere Berichte unter

 

http://www.vvn-bda.de/internationale-proteste-gegen-die-ehrung-der-waffen-ss-in-riga/

 

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