
Die AfD hat angekündigt, ihren Bundesparteitag am 30.11./1.12.2019 in der Volkswagen-Halle in Braunschweig abzuhalten. Das Braunschweig Bündnis gegen Rechts protestiert gegen die Vermietung der Halle an die rassistische und fremdenfeindliche Partei. Bei einem ersten Bündnistreffen von über 30 verschiedenen Verbänden, Gewerkschaften, Initiativen, Organisationen und Parteien forderten die Anwesenden von der Stadthallenbetriebsgesellschaft, von einem Vertrag mit der AfD für die Volkswagen-Halle für den 30.11. und 01.12. Abstand zu nehmen. Eine entsprechende Online-Petition haben innerhalb weniger Tage bereits über 1.700 Menschen unterzeichnet ( https://weact.campact.de/petitions/kein-afd-bundesparteitag-in-braunschweig-2 ).
Für den Fall der Durchführung des Parteitages kündigten die Anwesenden breiten und vielfältigen Protest an: „Wir rechnen mit sehr, sehr vielen Menschen, die nicht nur aus der Region kommen werden, sondern aus dem gesamten Bundesgebiet,“, so ver.di-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller für das Bündnis. Die besondere Bedeutung des Parteitages für die weitere Radikalisierung der AfD hin zum offenen Rechtsextremismus mache den Protest noch notwendiger.
Das Braunschweig Bündnis gegen Rechts hat bisher vier Kundgebungen und eine Demonstration für Samstag den 30.11. bei der Stadt angezeigt: Am Morgen sollen Kundgebungen rund um die VW-Halle stattfinden, anschließend eine Demonstration in die Innenstadt und eine Großkundgebung auf dem Schlossplatz.
David Janzen, der Bündnissprecher: „Mit diesem Plan sollte es uns gelingen, dass kein Teilnehmer der AfD-Veranstaltung die VW-Halle betreten kann, ohne zu merken, dass er bzw. sie in Braunschweig nicht erwünscht ist.“ Mit der Großkundgebung vor dem Schloss, für die auch bundesweit bekannte Redner*innen und Künstler*innen angefragt werden sollen, werde das politische Signal deutlich werden: „Eine Gesellschaft nach den Vorstellungen der AfD wird es mit uns nicht geben, wir stehen für Vielfalt, Toleranz und Solidarität – gegen Rassismus und Nationalismus.“
Weitere aktuelle Informationen finden sich auf der Homepage des Bündnisses: www.buendnisgegenrechts.net
Einen Monat nach dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten, Walter Lübcke, und nur wenige Tage nach der erneuten Morddrohung gegen den Sprecher des „Braunschweiger Bündnis gegen Rechts“, David Janzen, hatte das Bündnis zu einer Kundgebung mit anschließender Demonstration durch die Innenstadt aufgerufen. „Wir alle gegen rechten Terror“ war die Botschaft der Kundgebung vor den gut 3000 Menschen, die sich auf dem Kohlmarkt versammelten und anschließend durch die Innenstadt demonstrierten.
Neonazis haben erneut Morddrohungen gegen den Sprecher des Braunschweiger „Bündnis gegen Rechts“, David Janzen, ausgesprochen: An die Eingangstür des Mehrfamilienhauses in Braunschweig, in dem er mit seiner Familie wohnt, wurden in der Nacht von Samstag auf Sonntag Aufkleber der neonazistischen ‚Kampf- und Sportgemeinschaft Adrenalin Braunschweig‘ geklebt. Dazu wurde in schwarzer Schreibschrift „Wir töten dich! Janzen“ geschrieben. Weitere Infos hier:
Auch in diesem Jahr lädt der DGB Südostniedersachsen am 4. Juli zu seiner Rieseberg-Gedenkfeier ein.
Unter dem Motto „Gegen den Rechtsruck – auf den Straßen und in den Parlamenten!“ hat das Wolfsburger „Jugendbündnis gegen Rechts“ am Samstag vor der Europawahl eine Demonstration in Wolfsburg durchgeführt. Ca 100 überwiegend junge Antifaschistinnen und Antifaschisten starteten am Wolfsburger Hauptbahnhof mit einer Auftaktkundgebung. Dort wies auf Bitten des Demobündnisses das Wolfsburger VVN-BdA-Mitglied Alfred Hartung auf die enge Verknüpfung der Geschichte der Stadt mit dem Hitler-Faschismus und auf die Erinnerungsorte an die Nazi-Verbrechen in der Stadt hin. Hier kann seine Rede gelesen werden. 

Die steinernen Gedenkplatten für die ermordeten Kinder und ZwangsarbeiterInnen auf einem Teilstück des Nordfriedhofes, das damals „Russenfriedhof“ und „Ausländerfriedhof“ genannt wurde.

rmarsch 2018 in Wolfsburg.
nicht nur eine Welt des Friedens und der Solidarität ohne Fremdenhass, sondern auch eine Welt, in der Profit nicht wichtiger ist als z.B. saubere Luft.




