70 Tage Gewalt, Mord, Befreiung – Das Kriegsende in Niedersachsen

6. März 2015

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70Jahre Die Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten hat einen neuen Blog aufgebaut in dem über eine Zeitleiste versucht wird das Geschehen in den letzten Tagen chronologisch wieder zu geben. Eine sehr gute Idee zur täglichen Information und zum Stöbern.

Interview mit Joel , 15, unserem jüngsten VVN-Mitglied

4. März 2015

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IMG_4977VVN WOB: Joel, warum hast Du Dich in der VVN/BdA organisiert?
Joel: Die VVN engagiert sich hier in Wolfsburg und in anderen Städten wie Bad Nenndorf, Braunschweig immer bei Demos. Egal, ob gegen einen Infostand der NPD in der Innnenstadt protestiert werden muss oder gegen die „Deutsche Stimme“ in Riesa – oder gegen Bragida – die VVN ist da mit ihrer Fahne und den Tüchern. Nach Riesa sind wir mit einem Kleinbus gefahren – da habe ich noch einen Freund mit genommen – „Feine Sahne Fischfilet“ ist aufgetreten  – das war voll gut.

VVN WOB: Du hast einmal gesagt, dass Du es auch wichtig findest, an die Naziverbrechen zu erinnern.
Joel: Ja, das ist gerade hier in Wolfsburg wichtig, weil diese Stadt von Hitler gegründet wurde – hier gab es vor 1938 nur Dörfer. Dann hatten wir hier ein KZ-Außenlager von Neuengamme und Baracken für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Wir haben eine große Gedenkstätte. Da liegen über 400 Opfer – auch Kinder, die nur einen Tag alt wurden. Ich find es gut, dass wir mit der VVN nach 2 Jahren erreicht haben, dass diese Kinder eine Gedenktafel in dem Dorf bekommen haben, in dem das sog. „Kinderheim“ des Volkswagenwerkes stand. Da sind über 350 Kinder gestorben! Alles wegen Rassismus. Und weil es immer noch so viel Rassismus gibt, will ich etwas dagegen tun.

VVN WOB: Du interessierst Dich auch für Flüchtlinge.
Joel: Ja, als nächstes möchte ich ein oder zwei  Jugendliche mit zu meinem Judo nehmen. Hoffentlich klappt das. VVN WOB : Viel könnten wir noch besprechen – vor allem möchte ich Dir aber unbedingt dazu gratulieren, dass Du gerade zum Stadtschulsprecher gewählt wurdest und dass Du für den Jugendpreis beim „Wolfsburger des Jahres“ vorgeschlagen wurdest – umwerfend! Wir drücken die Daumen!

Das Interview führte M.Hartung

JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG VVN/BdA WOLFSBURG am Mi., 18.2.2015, 18.00h, Centro Italiano

9. Februar 2015

Vorgeschlagene (vorläufige) Tagesordnung:

  • Begrüßung und Genehmigung der Tagesordnung
  • Tätigkeitsbericht von 2014/ Fotos und Film von Aktivitäten aus dem Jahr 2014
  • Kassen – und Revisionsbericht
  • Aussprache zu den Berichten und Diskussion
  • Planungen für 2015 (daraus Schwerpunkte entwickeln):
  • – Grabungen Handwerkerviertel – Sichtbarmachen der lokalen NS-Geschichte
    – Ostermarsch 2015 + Gedenkfeier Bergen-Belsen 26.4.2015
    – 8.Mai: 70.Jahrestag der Befreiung vom Faschismus – Wer nicht feiert, hat verloren.
    – Infotafel vor Rühener Friedhof mit VDK? (Text erstellen + Fotos/ Zeichnungen), Stolpersteine in Rühen?
    – Besuch der Gedenkstätte Ahlem/ Hannover (Ideen für WOB daraus entwickeln?), Wolfenbüttel u.a.
    – „Porschehütte“ / Museum VW ?
    – Mitgliederwerbung

  • Wahlen:
    – Wahl KreissprecherInnen und KassiererIn/ Revisoren
    – Wahl eines Mitglieds in den Landesvorstand
    – Wahl von 2 Delegierten zur Landesmitgliederkonferenz in Hustedt (27.+28.2.2015)

  • Anträge für LDK (Landesdelegiertenkonferenz)
  • Termine
  • Verschiedenes

    Moorsoldatenlied

  • BRAGIDA kommt wieder? Wir auch!

    20. Januar 2015

    Am Montag standen wir gemeinsam in Braunschweig auf dem Vorplatz der Schlossarkaden, jenem Prachtbau mit seiner historischen Nutzung während der Nazidiktatur. Gleich daneben die sogenannte Bragida Demo. Die Demoroute wurde von der Polizei aufgrund der Sicherheitsaspekte abgesagt. Nach nicht bestätigten Medienberichten waren ca.5000 Menschen aus Protest gegen den Pegida Ableger zusammengekommen. Noch vor der eigentlichen Kundgebung der Wutbürger kam es kurz zu einem Gerangel der Antifa mit der Polizei. Allerdings unspektakulär, weil der Block nicht all zu groß war. Es war der Erste aber nicht der Letzte Abendspaziergang dieser Art. Schon am nächsten Montag wollen die zwielichtigen Initiatoren den nächsten Marsch durchführen. Das Bündnis gegen Rechts ruft deswegen zu einer Vorbereitungsveranstaltung auf am Mittwoch, 21.1.2015, um 19 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Wilhelmstrasse 5 (in den Räumen von ver.di, III. Stock) Mehr Informationen dzu gibt es unter: Bündnis gegen Rechts

    27.Januar – Auschwitzgedenktag: 70. Jahrestag der Befreiung

    20. Januar 2015

    27_januar
    Vor der Menschenvernichtung
    war die Menschenverachtung

    Vor der Menschenverachtung
    War die Gedankenlosigkeit

    Am 27.Januar 2015, 14.00h beginnt in diesem Jahr die Gedenkfeier auf der Gedenkstätte für die Opfer des NS-Regimes in der Werderstraße. Mit ihr wird an die Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee gedacht.

    Seit 1996 ist es die Heinrich-Nordhoff*-Gesamtschule, die als unesco-Projektschule jährlich mit SchülerInnen die Gedenkfeier gestaltet. Diese Kontinuität ist sehr beachtlich, denn jährlich beschäftigen sich andere SchülerInnen mit diesem Thema theoretisch und werden durch die später anschließende Auschwitz-Fahrt eine andere Art der Vertiefung erfahren.
    In ihren Ansprachen nehmen sie immer Bezug auf die 476 Opfer, die dort begraben sind – unter ihnen 131 Säuglinge und Kinder. Die Jugendlichen stellen dar, welche Bedeutung die NS-Vergangenheit für sie heute hat.

    Auschwitz-Gedenktag am 27. Januar 2015 in Wolfsburg

    18. Januar 2015

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    Am 27.Januar jährt sich zum 70 Mal der Tag der Befreiung des Konzentrations.- und Vernichtungslagers Auschwitz. Auschwitz, eines von 6 Vernichtungslagern des NS-Regimes, ist zum Synonym für die massenhafte industrielle Vernichtung von Menschen geworden. Auschwitz ist Ausdruck des Rassenwahns und Kainsmal der deutschen Geschichte. Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die 322. Infanteriedivision der 60. Armee der I. Ukrainischen Front unter dem Oberbefehl von Generaloberst Pawel Alexejewitsch Kurotschkin befreit. Die Rote Armee fand in dem evakuierten Komplex noch ca 7.600 Überlebende und 650 Leichen vor. Die SS begann bereits am 18.Januar mit der Evakuierung des Lagers und trieb ca.58000 Menschen in den berüchtigten Todesmärschen Richtung Westen. Noch am 26. Januar sprengte die SS das letzte der großen Krematorien, um Spuren zu verwischen.

    Wie bereits in den Vorjahren, finden am 27. Januar 2015 anlässlich des Auschwitz-Gedenktages stille Kranzniederlegungen durch die Stadt Wolfsburg an der Stele am Laagberg, am Mahnmal am Sara-Frenkel-Platz sowie an der Gedenkstätte der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft statt.

    13:30 Uhr – Stele, Breslauer Straße am Laagberg

    13:45 Uhr – Mahnmal am Sarah Frenkel Platz

    14:00 Uhr – Gedenkstätte der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in der Werder Straße

    „Bragida“ Demo am 19.01.2015 findet statt!

    14. Januar 2015

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    Wie befürchtet gab es, laut Rainer Keunecke, Pressesprecher der Stadt Braunschweig, eine erneute Anmeldung für die Bregida Veranstaltung am 19.01.2015 in Braunschweig. Der Anmelder hat auch die dann folgenden Wochen jeweils am Montag Veranstaltungen angemeldet.   Bislang sind vier Gegenveranstaltungen bei der Stadt Braunschweig angemeldet. Die IG Metall trifft sich um 16:30 Uhr am Kohlmarkt und wird dann ab 17:30 Uhr an der Kundgebung auf dem Schlossplatz teilnehmen. Ein weiterer Demonstrationszug wird sich vom Altstadtmarkt zu Ritterbrunnen bewegen. Desweiteren sind stationäre Kundgebungen auf dem Burgplatz und direkt auf dem Schlossplatz angemeldet. Die Stadt Wolfsburg hat zu diesem Thema eine „Wolfsburger Erklärung“ herausgebracht und zeigt sich damit in dem traditionellen Schulterschluss zwischen Gewerkschaften, Kirchen und Verbänden.

       Wolfsburger Erklärung 2014 mit Unterschriften

      Der Aufruf des Bündnis gegen Rechts ist hier zu finden.

    +++ EILMELDUNG +++ BRAGIDA zieht Anmeldung vorerst zurück +++ Neuanmeldung allerdings bereits angekündigt +++

    12. Januar 2015

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    VVN-Flyer In einem unseren letzten Beiträge haben wir über die geplante BRAGIDA Veranstaltung am 19.01.2015 in Braunschweig informiert. Nach Informationen der Braunschweiger Zeitung wurde die Anmeldung am 05.Januar zurückgezogen. Eine Entwarnung gibt es jedoch nicht. Zu diesem Thema trifft sich nun auch der Wolfsburger Schulterschluss, ein Gremium aus Gewerkschaften, Kirchen und Verbänden, um eine Vorgehensweise und den Umgang mit dieser Zeiterscheinung zu diskutieren und Strategien zu entwickeln. Der Termin findet am Mittwoch den 21.Januar um 18:00 Uhr im Otto Brenner Saal des Gewerkschaftshauses in Wolfsburg statt.   Aus diesem Grund wird der regelmäßige Stammtisch der VVN-BdA dort hin verlegt.   Ich möchte an dieser Stelle auf einen interessanten Beitrag aus dem IG Metall Infodienst hinweisen den Sie hier lesen können. Die Bundesvereinigung der VVN-BdA hat einen Flyer_VVN_Pegida, zum Verteilen dazu erstellt.

    Aufruf: Kein Platz für Rassismus, Nationalismus und Hetze gegen Flüchtlinge in Braunschweig!

    5. Januar 2015

    10639723_889601447739862_2413510024919533235_n-150x150Am Montag, den 19.01.2015, wollen rassistische „Wutbürger“ gemeinsam mit Neonazis und rechten „Hooligans“ auch in Braunschweig mit einem ersten „Montagsspaziergang“ gegen eine angeblich drohende „Islamisierung des Abendlandes“ auf die Straße gehen. Vorbild sind dabei die Demonstrationen von „PEGIDA“ in Dresden, an denen sich jeden Montag inzwischen tausende Menschen beteiligen. In Braunschweig nennen sich die Organisatoren „BRAGIDA“ („Braunschweig gegen die Islamisierung des Abendlandes“). Sie mobilisierten zuvor mit ihrer Facebook-Seite „Braunschweig wacht auf“ auch zu den Versammlungen.   Den Aufruf „KEIN PLATZ FÜR RASSISMUS, NATIONALISMUS UND HETZE GEGEN FLÜCHTLINGE!“ haben inzwischen zahlreiche Organisationen und Personen unterstützt, darunter auch die VVN/BdA Wolfsburg. Den Aufruf und die Liste der UnterstützerInnen gibt es hier: Braunschweig gegen Rassismus

     

    Das Bündnis gegen Rechts Braunschweig ruft zum Protest gegen BRAGIDA auf:

    Montag, 19.1.2015 * Braunschweig

    • 16:30 Uhr: Demonstration vom Kohlmarkt zum Schlossplatz
    • 17:30 Uhr: Kundgebung mit Reden und Kulturprogramm am Schlossplatz (Beginn des Kulturprogrammes um 17:00 Uhr)

    Spurensuche in Wolfsburg: „Die Vergangenheit überall in der Stadt verorten“

    11. Dezember 2014

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    Ein Bericht von Dr.Alfred Hartung

    IMG_1716Mitte November 2014 hatte die VVN/BdA Wolfsburg gemeinsam mit dem „Wolfsburger Verein Erinnerung und Zukunft“ unter dem Titel „Spurensuche“ zu einem Vortrag mit anschließendem Seminar eingeladen. Referent war Dr. Reinhardt Bernbeck, Professor für „Archäologie der Moderne“ an der FU Berlin. Anlass war die Sanierung eines Innenstadtbereiches von Wolfsburg, in dem in der Nazizeit – damals Stadt des KdF-Wagens – ZwangsarbeiterInnen-Lager standen (vgl. Antifa, Nov./Dez. 2014).

    Spurensuche in Wolfsburg: „Die Vergangenheit überall in der Stadt verorten“ weiterlesen »

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