BRAGIDA kommt wieder? Wir auch!

20. Januar 2015

Am Montag standen wir gemeinsam in Braunschweig auf dem Vorplatz der Schlossarkaden, jenem Prachtbau mit seiner historischen Nutzung während der Nazidiktatur. Gleich daneben die sogenannte Bragida Demo. Die Demoroute wurde von der Polizei aufgrund der Sicherheitsaspekte abgesagt. Nach nicht bestätigten Medienberichten waren ca.5000 Menschen aus Protest gegen den Pegida Ableger zusammengekommen. Noch vor der eigentlichen Kundgebung der Wutbürger kam es kurz zu einem Gerangel der Antifa mit der Polizei. Allerdings unspektakulär, weil der Block nicht all zu groß war. Es war der Erste aber nicht der Letzte Abendspaziergang dieser Art. Schon am nächsten Montag wollen die zwielichtigen Initiatoren den nächsten Marsch durchführen. Das Bündnis gegen Rechts ruft deswegen zu einer Vorbereitungsveranstaltung auf am Mittwoch, 21.1.2015, um 19 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Wilhelmstrasse 5 (in den Räumen von ver.di, III. Stock) Mehr Informationen dzu gibt es unter: Bündnis gegen Rechts

27.Januar – Auschwitzgedenktag: 70. Jahrestag der Befreiung

20. Januar 2015

27_januar
Vor der Menschenvernichtung
war die Menschenverachtung

Vor der Menschenverachtung
War die Gedankenlosigkeit

Am 27.Januar 2015, 14.00h beginnt in diesem Jahr die Gedenkfeier auf der Gedenkstätte für die Opfer des NS-Regimes in der Werderstraße. Mit ihr wird an die Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee gedacht.

Seit 1996 ist es die Heinrich-Nordhoff*-Gesamtschule, die als unesco-Projektschule jährlich mit SchülerInnen die Gedenkfeier gestaltet. Diese Kontinuität ist sehr beachtlich, denn jährlich beschäftigen sich andere SchülerInnen mit diesem Thema theoretisch und werden durch die später anschließende Auschwitz-Fahrt eine andere Art der Vertiefung erfahren.
In ihren Ansprachen nehmen sie immer Bezug auf die 476 Opfer, die dort begraben sind – unter ihnen 131 Säuglinge und Kinder. Die Jugendlichen stellen dar, welche Bedeutung die NS-Vergangenheit für sie heute hat.

Auschwitz-Gedenktag am 27. Januar 2015 in Wolfsburg

18. Januar 2015

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Am 27.Januar jährt sich zum 70 Mal der Tag der Befreiung des Konzentrations.- und Vernichtungslagers Auschwitz. Auschwitz, eines von 6 Vernichtungslagern des NS-Regimes, ist zum Synonym für die massenhafte industrielle Vernichtung von Menschen geworden. Auschwitz ist Ausdruck des Rassenwahns und Kainsmal der deutschen Geschichte. Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die 322. Infanteriedivision der 60. Armee der I. Ukrainischen Front unter dem Oberbefehl von Generaloberst Pawel Alexejewitsch Kurotschkin befreit. Die Rote Armee fand in dem evakuierten Komplex noch ca 7.600 Überlebende und 650 Leichen vor. Die SS begann bereits am 18.Januar mit der Evakuierung des Lagers und trieb ca.58000 Menschen in den berüchtigten Todesmärschen Richtung Westen. Noch am 26. Januar sprengte die SS das letzte der großen Krematorien, um Spuren zu verwischen.

Wie bereits in den Vorjahren, finden am 27. Januar 2015 anlässlich des Auschwitz-Gedenktages stille Kranzniederlegungen durch die Stadt Wolfsburg an der Stele am Laagberg, am Mahnmal am Sara-Frenkel-Platz sowie an der Gedenkstätte der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft statt.

13:30 Uhr – Stele, Breslauer Straße am Laagberg

13:45 Uhr – Mahnmal am Sarah Frenkel Platz

14:00 Uhr – Gedenkstätte der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in der Werder Straße

„Bragida“ Demo am 19.01.2015 findet statt!

14. Januar 2015

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Wie befürchtet gab es, laut Rainer Keunecke, Pressesprecher der Stadt Braunschweig, eine erneute Anmeldung für die Bregida Veranstaltung am 19.01.2015 in Braunschweig. Der Anmelder hat auch die dann folgenden Wochen jeweils am Montag Veranstaltungen angemeldet.   Bislang sind vier Gegenveranstaltungen bei der Stadt Braunschweig angemeldet. Die IG Metall trifft sich um 16:30 Uhr am Kohlmarkt und wird dann ab 17:30 Uhr an der Kundgebung auf dem Schlossplatz teilnehmen. Ein weiterer Demonstrationszug wird sich vom Altstadtmarkt zu Ritterbrunnen bewegen. Desweiteren sind stationäre Kundgebungen auf dem Burgplatz und direkt auf dem Schlossplatz angemeldet. Die Stadt Wolfsburg hat zu diesem Thema eine „Wolfsburger Erklärung“ herausgebracht und zeigt sich damit in dem traditionellen Schulterschluss zwischen Gewerkschaften, Kirchen und Verbänden.

   Wolfsburger Erklärung 2014 mit Unterschriften

  Der Aufruf des Bündnis gegen Rechts ist hier zu finden.

+++ EILMELDUNG +++ BRAGIDA zieht Anmeldung vorerst zurück +++ Neuanmeldung allerdings bereits angekündigt +++

12. Januar 2015

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VVN-Flyer In einem unseren letzten Beiträge haben wir über die geplante BRAGIDA Veranstaltung am 19.01.2015 in Braunschweig informiert. Nach Informationen der Braunschweiger Zeitung wurde die Anmeldung am 05.Januar zurückgezogen. Eine Entwarnung gibt es jedoch nicht. Zu diesem Thema trifft sich nun auch der Wolfsburger Schulterschluss, ein Gremium aus Gewerkschaften, Kirchen und Verbänden, um eine Vorgehensweise und den Umgang mit dieser Zeiterscheinung zu diskutieren und Strategien zu entwickeln. Der Termin findet am Mittwoch den 21.Januar um 18:00 Uhr im Otto Brenner Saal des Gewerkschaftshauses in Wolfsburg statt.   Aus diesem Grund wird der regelmäßige Stammtisch der VVN-BdA dort hin verlegt.   Ich möchte an dieser Stelle auf einen interessanten Beitrag aus dem IG Metall Infodienst hinweisen den Sie hier lesen können. Die Bundesvereinigung der VVN-BdA hat einen Flyer_VVN_Pegida, zum Verteilen dazu erstellt.

Aufruf: Kein Platz für Rassismus, Nationalismus und Hetze gegen Flüchtlinge in Braunschweig!

5. Januar 2015

10639723_889601447739862_2413510024919533235_n-150x150Am Montag, den 19.01.2015, wollen rassistische „Wutbürger“ gemeinsam mit Neonazis und rechten „Hooligans“ auch in Braunschweig mit einem ersten „Montagsspaziergang“ gegen eine angeblich drohende „Islamisierung des Abendlandes“ auf die Straße gehen. Vorbild sind dabei die Demonstrationen von „PEGIDA“ in Dresden, an denen sich jeden Montag inzwischen tausende Menschen beteiligen. In Braunschweig nennen sich die Organisatoren „BRAGIDA“ („Braunschweig gegen die Islamisierung des Abendlandes“). Sie mobilisierten zuvor mit ihrer Facebook-Seite „Braunschweig wacht auf“ auch zu den Versammlungen.   Den Aufruf „KEIN PLATZ FÜR RASSISMUS, NATIONALISMUS UND HETZE GEGEN FLÜCHTLINGE!“ haben inzwischen zahlreiche Organisationen und Personen unterstützt, darunter auch die VVN/BdA Wolfsburg. Den Aufruf und die Liste der UnterstützerInnen gibt es hier: Braunschweig gegen Rassismus

 

Das Bündnis gegen Rechts Braunschweig ruft zum Protest gegen BRAGIDA auf:

Montag, 19.1.2015 * Braunschweig

  • 16:30 Uhr: Demonstration vom Kohlmarkt zum Schlossplatz
  • 17:30 Uhr: Kundgebung mit Reden und Kulturprogramm am Schlossplatz (Beginn des Kulturprogrammes um 17:00 Uhr)

Spurensuche in Wolfsburg: „Die Vergangenheit überall in der Stadt verorten“

11. Dezember 2014

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Ein Bericht von Dr.Alfred Hartung

IMG_1716Mitte November 2014 hatte die VVN/BdA Wolfsburg gemeinsam mit dem „Wolfsburger Verein Erinnerung und Zukunft“ unter dem Titel „Spurensuche“ zu einem Vortrag mit anschließendem Seminar eingeladen. Referent war Dr. Reinhardt Bernbeck, Professor für „Archäologie der Moderne“ an der FU Berlin. Anlass war die Sanierung eines Innenstadtbereiches von Wolfsburg, in dem in der Nazizeit – damals Stadt des KdF-Wagens – ZwangsarbeiterInnen-Lager standen (vgl. Antifa, Nov./Dez. 2014).

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Kampfdrohnen verbieten, Kriege verhindern!

9. Dezember 2014

ZURÜCK VOM 21. FRIEDENSRATSCHLAG/ KASSEL

Friedensratschlag

Der auch in diesem Jahr wieder sehr lohnende Friedensratschlag (Programm) war wieder hochkarätig mit FriedensforscherInnen und Engagierten gespickt. Der Hörsaal in der Uni Kassel reichte kaum aus – das Interesse war groß. U.a. ging vom Ratschlag ein Appell gegen Kampfdrohnen aus. Darin heißt es: „Wir sind gegen die Etablierung einer Drohnentechnologie zur Kriegsführung, Überwachung und Unterdrückung. Aktuell ist die Bundesregierung offenbar entschlossen, die Bundeswehr mit unbemannten bewaffneten Flugzeugen (Kampfdrohnen) auszustatten. Wir lehnen Kampfdrohnen ab, weil ihr Einsatz die Schwelle zu bewaffneten Aggressionen weiter senkt, “gezielte” Tötung von Menschen innerhalb und außerhalb von Kriegen bedeutet – ohne Anklage, Verfahren und Urteil, die Bevölkerung betroffener Landstriche terrorisiert und sie an Leib und Leben gefährdet, die Entwicklung autonomer Killer-Roboter befördert und noch schrecklichere Kriege zur Folge hätte, eine neue Rüstungsspirale in Gang setzt. Wir fordern von Bundesregierung und Bundestag, den Irrweg der Anschaffung und Produktion bewaffneter Drohnen sowie die diesbezügliche Forschung und Entwicklung aufzugeben und sich für ein weltweites Verbot und völkerrechtliche Ächtung dieser Waffen einzusetzen.“ Lasst uns unter diesen Aufruf viele Unterschriften sammeln!

Verschüttetes bewahren !

12. November 2014

Mecki1Im Folgenden ist ein Artikel von Stephanie Knostmann zu lesen – „Hartung will Lager-Reste retten“, der in den Wolfsburger Nachrichten vom 21.10.2014 erschien.

lessingpark.high

„Archäologie der Neuzeit“ am Sa., 15.11.2014

28. Oktober 2014

IMG_0788Sa., 15.11.2014, ab 11.00 Uhr in der  Jugendherberge Wolfsburg, Kleiststraße 18-20

Tagung „Archäologie der Neuzeit“

mit Prof. Dr. R. Bernbeck, Berlin In Wolfsburg finden zur Zeit an der Lessingstraße umfangreiche Erdarbeiten statt, die möglicher Weise bauliche Relikte aus der NS-Zeit oder auch Artefakte frei legen könnten. Tatsächlich wurde weder durch Denkmalschutz noch durch andere Behörden frühzeitig auf die besondere Geschichte dieses Stadtteils und auf die Dokumentation/ resp. den Erhalt von möglichen Funden geachtet. (Foto) Entstehung der „Stadt des KdF-Wagens“ Am 26.Mai 1938 wurde der etwa 1m³ große Grundstein (mit Hakenkreuz) des Volkswagenwerkes von Hitler persönlich für die „Stadt des KdF-Wagens“ gelegt. In das zuvor nur von einigen Dörfern geprägte fast menschenleere Gebiet wurden zwecks Darstellung einer für das NS-Regime charakteristischen Masssenveranstaltung 50 000 Menschen eigens an diesem Tag verfrachtet. Es folgten der Bau von Werkshallen sowie der Beginn des Baus der Kernstadt durch italienische Arbeiter, die ab 1938 als erste in den Baracken des „Gemeinschaftslagers“ wohnten. In denselben Baracken lebten danach ab 1940 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Die Tagung wird sich intensiv mit dem Thema „Lokale Geschichte sichtbar machen: Das Handwerkerviertel als Sanierungsgebiet – Chance und Herausforderung“ beschäftigen. Prof. Dr. Bernbeck ist mit den Grabungen auf dem Tempelhofer Feld/ Berlin befasst. Link: Achologie der Neuzeit

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