Im Folgenden ist ein Artikel von Stephanie Knostmann zu lesen – „Hartung will Lager-Reste retten“, der in den Wolfsburger Nachrichten vom 21.10.2014 erschien.
12. November 2014
28. Oktober 2014
Sa., 15.11.2014, ab 11.00 Uhr in der Jugendherberge Wolfsburg, Kleiststraße 18-20
Tagung „Archäologie der Neuzeit“
mit Prof. Dr. R. Bernbeck, Berlin In Wolfsburg finden zur Zeit an der Lessingstraße umfangreiche Erdarbeiten statt, die möglicher Weise bauliche Relikte aus der NS-Zeit oder auch Artefakte frei legen könnten. Tatsächlich wurde weder durch Denkmalschutz noch durch andere Behörden frühzeitig auf die besondere Geschichte dieses Stadtteils und auf die Dokumentation/ resp. den Erhalt von möglichen Funden geachtet. (Foto) Entstehung der „Stadt des KdF-Wagens“ Am 26.Mai 1938 wurde der etwa 1m³ große Grundstein (mit Hakenkreuz) des Volkswagenwerkes von Hitler persönlich für die „Stadt des KdF-Wagens“ gelegt. In das zuvor nur von einigen Dörfern geprägte fast menschenleere Gebiet wurden zwecks Darstellung einer für das NS-Regime charakteristischen Masssenveranstaltung 50 000 Menschen eigens an diesem Tag verfrachtet. Es folgten der Bau von Werkshallen sowie der Beginn des Baus der Kernstadt durch italienische Arbeiter, die ab 1938 als erste in den Baracken des „Gemeinschaftslagers“ wohnten. In denselben Baracken lebten danach ab 1940 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Die Tagung wird sich intensiv mit dem Thema „Lokale Geschichte sichtbar machen: Das Handwerkerviertel als Sanierungsgebiet – Chance und Herausforderung“ beschäftigen. Prof. Dr. Bernbeck ist mit den Grabungen auf dem Tempelhofer Feld/ Berlin befasst. Link: Achologie der Neuzeit
17. Oktober 2014
Auch in diesem Jahr findet in Wolfsburg die Antifa Woche (Direktlink IG Metall) statt. Die Woche hat Tradition und jährt sich dieses Jahr bereits zum zehnten Mal. Wir waren schon in den letzten Jahren hier aktiv und in viele Themen eingebunden. In diesem Jahr stehen zwei Programmpunkte der VVN auf der Liste des umfangreichen Themenspektrums. Das ehemalige Kinderlager in Rühen wird am 09.11.2014 Schauplatz einer Kranzniederlegung zusammen mit anderen Vereinigungen und Konfessionen der Kirchen. Am 11.11.2014 gibt es eine Schülerveranstaltung zum Thema „Regionale Geschichte“ im Gewerkschaftshaus in Wolfsburg.
Hier können Sie den Flyer der IG Metall downloaden. 2014-11-08_14_Flyer_Programm_AntiFa_2014
6. Oktober 2014
Montag, 20. Oktober, 18.00 Uhr, Centro Italiano, Am Hasselbach 1, Wolfsburg
Fritz Burschel, Referent zum Schwerpunkt Neonazismus und Strukturen/Ideologien der Ungleichwertigkeit bei der Akademie für Politische Bildung der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin.
Hinter dem Agieren des NSU und seines wohl mehrere hundert Personen umfassenden Unterstützer_innen-Netzwerks öffnet sich das Panorama des wohl größten Geheimdienst-skandals der Geschichte der BRD. Fritz Burschel ist als akkreditierter Korrespondent im NSU-Prozess bestens geeignet, diese Fragen auszuleuchten und steht für Vortrag und Diskussion zur Verfügung. In diesem Zusammenhang soll auch noch einmal die Ausstellung des nds. Verfassungsschutzes bei der IGM Wolfsburg im Juni thematisiert werden. 
6. Oktober 2014
Antikriegsveranstaltung des DGB-Stadtverband Wolfsburg und des IG Metall-Chors „Gegenwind“
Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, vor 75 Jahren der Zweite. Beide Jahrestage machen den diesjährigen Antikriegstag zu einem zentralen Tag der Erinnerung und des Mahnens. Auch heute gilt: Kriege kommen nicht über uns – sie werden gemacht. Gewalt geht von Menschen aus – und trifft Menschen. Sie werden getötet, verwundet und vertrieben. Ihr Leben wird bis in die Grundfesten erschüttert – während andere aus Kriegen Profite schlagen oder ihre Machtinteressen durchsetzen. (Aus der Erklärung des DGB zum 1.9.14)
Information und Diskussion: 17.00Uhr bis 18.45 Uhr Input-Referat durch Pastor i.R. Hartwig Hohnsbein: Die Bibel. Die Kirchen. Der Krieg. Kulturveranstaltung: ab 19.00 Uhr IG Metall-Chor „Gegenwind“ : „Friede auf unserer Erde“
29. September 2014
Spurensuche mit Heinz Kornemann Mit der Kamera von Uwe Bindseil begleitet, dokumentiert Heinz Kornemann das Schicksal der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Wolfsburg und Umgebung während des NS-Regimes. Der Autor des Buches „Endstation Wolfsburg“ beginnt in der „Stadt des KdF-Wagens“ und führt uns bis zu den Gedenkstätten in Gardelegen. Hier fand kurz vor Kriegsende ein schreckliches „Endphaseverbrechen“ statt, das „Massaker von Gardelegen“- mit vielen Beteiligten aus der Zivilbevölkerung. Die Route führt über den „Klieversberg“, die „Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ und das „Kinderlager in Rühen“ bis zur „Mahn- und Gedenkstätte in Gardelegen“. (Kurzfilm D 2014 9 min. von Uwe Bindseil, produziert in HD 1080p H.264/AVC): https://www.youtube.com/watch?v=9hqcUip-Jkg
18. September 2014
Viele Interessierte am „Tag des offenen Denkmals“ in Rühen Während landauf, landab dieser Tag meist genutzt wird, um Schlösser, Burgen, Herrensitze und andere bauliche Besonderheiten der Reichen zu erläutern, lud die VVN/BdA dazu ein, die lokale Geschichte der ehemaligen KdF-Stadt, heute Wolfsburg, und Rühens näher zu betrachten.Erstaunlicher Weise waren 25 interessierte Personen aus Wolfsburg, Gifhorn und Rühen an der Mahn-und Gedenktafel in Rühen erschienen. Mechthild und Alfred Hartung erläuterten anhand der Broschüre von Uwe Pitz die Geschichte und die Missstände des sog. Kinderlagers Rühen. Es ergaben sich lebhafte Diskussionen und interessierte Nachfragen. Des Weiteren wurden gute Vorschläge für die mögliche Ausgestaltung des Gedenkortes gemacht. Wertvolle neue Kontakte konnten geknüpft werden. Zum Schluss der Veranstaltung schauten die Interessierten sich den Beitrag des NDR vom 9.Mai über die Einrichtung des Gedenkortes an. Bilder des Tages
18. September 2014
Von Freitag, den 10.10.2014 bis Sonntag, den 12.10.2014 findet in der Antifaschistische Erholungs- und Begegnungsstätte ein Netzwerktreffen statt.
Die historische Verantwortung tragen – Aber wie?
Ein Wochenende für Kinder, Enkel und all diejenigen, die sich in der antifaschistischen Verantwortung sehen, Erlebtes und Erkämpftes der ZeitzeugInnen des Faschismus zu verarbeiten und weiter zu tragen. Es wird um Gefühle, Erfahrungen und um Planungen gehen, mit diesem Erbe umzugehen. Ulli und Traute Sander vom Zusammenschluss „Kinder des Widerstands“ aus NRW werden anwesend sein und erzählen. Das detaillierte Programm findet Ihr im Anhang. Bitte anmelden!
Kinder des Widerstands, Programm
Die Kosten für Zimmer mit Bad und Verpflegung betragen 113 €, wovon 20 € für Materialien, bzw. weitere Planungen sind.
Heideruh e.V. Antifaschistische Erholungs- und Begegnungsstätte Ahornweg 45 21244 Buchholz i.d. Nordheide Tel.: 04181 / 8726 e-mail: info@heideruh.de Homepage: www.heideruh.de
13. September 2014
Das Kino im Hallenbad und Attac Wolfsburg zeigen in Kooperation die Dokumentation
“ Bottled Life: Das Geschäft mit dem Wasser „
Am Donnerstag, den 25.9.14, 20.30 Uhr Der mächtige Lebensmittelkonzern Nestle macht mit der natürlichsten Ressource unserer Erde, dem Wasser, bares Geld und verdient Milliarden. Die Dokumentation des Schweizer Regisseurs Urs Schnell blickt hinter die glatte Fassade des Unternehmens und deckt seine geschickte Markenstrategie auf. Eintritt 5,- € Weitere Infos unter: Link
24. August 2014
Gedenkstätten, Kinderlager Rühen
Für Sofia Stanislawa, 7 Monate, und für die anderen Säuglinge und Kleinkinder
Im Mai 2014 hat die VVN/BdA Wolfsburg gemeinsam mit der IG Metall Wolfsburg eine Gedenktafel am Ort des Kindersterbelagers am Ortsrand von Rühen im Landkreis Gifhorn aufgestellt.In der Nazi-Zeit stand auf diesem Grundstück von Juni 1944 bis zur Befreiung im April 1945 das sogenannte „Kinderheim Rühen“ für Babys und Kleinkinder von Zwangsarbeiterinnen aus Polen, Russland, Weißrussland und der Ukraine.Wenige Tage nach der Geburt wurden mehr als 350 Säuglinge ihren Müttern weggenommen, damit diese ohne Einschränkung für die Arbeit im Volkswagenwerk und in anderen industriellen oder landwirtschaftlichen Betrieben der Region ausgenutzt werden konnten. Durch bewusste Vernachlässigung und unerträgliche Bedingungen kam es zu einem Massensterben unter den Kindern, nur wenige überlebten. Dieses Massensterben wurde von den Verantwortlichen entsprechend ihrer rassistischen Einstellung tatenlos hingenommen. Die kleinen Leichen wurden auf dem Rühener Friedhof verscharrt, die Begräbnisstätte glich einem Müllhaufen. Auf dem Friedhof erinnert heute eine schlichte Gedenktafel an das grauenhafte Schicksal der überwiegend polnischen und sowjetischen Kinder.
Am 14.9., 14.00 Uhr, Führung und Informationen zum Kindersterbelager Rühen. Treffpunkt an der Mahn- und Gedenktafel an der L 244 am Ortsrand von 38471 Rühen Richtung Mittellandkanal (Lager Rühen)
Mehr Infos zum Tag des offenen Denkmals unter: www.tag-des-offenen-denkmals.de