Nun muss endlich gebaut werden! Einladung zur Gedenkveranstaltung der Stadt Wolfsburg

1. April 2025

Aus Anlass der 80.Wiederkehr des Todesmarsches der Häftlinge vom KZ Laagberg am 7.April lädt die Stadt Wolfsburg ein:

Freitag, 4.4.2025, 13.45h, am Ort des ehemaligen KZ Laagberg, Außenlager des KZ Neuengamme.

Es werden der französiche und der italienische Botschafter, die Leiterin der „Gedenkstätte für Internierung und Deportation“ in Compiègne sowie der Sohn des Häftlings Jean Gaussot kommen. Sein Vater starb auf dem Todesmarsch.

Der Sohn Jean – Michel Gaussot trug durch sein mehrmaliges Kommen nach Wolfsburg, verbunden mit Lesungen aus seinem Buch „Ode an den großen Abwesenden, der mich niemals verlassen hat“, dazu bei, dass der Ratsbeschluss zum Bau eines „Gedenk – und Lernortes“ 2017 gefasst wurde.

Nun muss endlich gebaut werden!

Zum historischen Hintergrund schreibt die Stadt in ihrer Einladung: „Die Hälfte der mehr als 700 Häftlinge, die im KZ-Außenlager Laagberg des Konzentrationslagers Neuengamme interniert wurden, waren französische Staatsbürger. Vor ihrer Deportation in das ‚Dritte Reich‘ wurden sie in Frankreich, wegen Widerstandstätigkeit gegen die feindlichen Besatzer, durch terroristische Organisationen des NS-Regimes, wie dem SD und der SS, verfolgt und im Internierten – und Deportationslager Royallieu-Compiègne eingepfercht. Unter den Häftlingen, die in das KZ-Außenlager Laagberg deportiert wurden, befanden sich außerdem auch italienische Staatsbürger.

Am 7. April 1945 wurde im KZ-Außenlager Laagberg das letzte grausame Kapitel in der Geschichte des Lagers aufgeschlagen: der mörderische Todesmarsch. Mit dem Ziel, die Zeuginnen und Zeugen ihrer Verbrechen zu vernichten, trieb die SS in einem Akt der Gewalt hunderttausende Menschen zu Fuß uns per Zug quer durch das bröckelnde Reich. Schätzungsweise fanden in der Phase 250.000 KZ-Häftlinge den Tod. Darunter befanden sich ebenfalls Häftlinge des Außenlagers Laagberg. Am 2.Mai erreichten die Alliierten das Lager Wöbbelin, doch kam die Befreiung für viele der etwa 4000 Häftlinge zu spät. …“

So auch für den Vater von Jean-Michel Gaussot, Jean Gaussot.